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Diakonisches Lernen im Seniorenheim

Das Thema „Diakonie“ war theoretisch bei den evangelischen Schülern/innen der 7. Klasse bereits abgehakt. In bleibender Erinnerung ist es ihnen wohl erst nach einem dreistündigen Vormittag im Amberger Seniorenheim der Diakonie geblieben. Zumindest deuten die Aussagen „Es hat sich echt gelohnt!“ oder „Es war voll cool!“ oder „Da will ich mein Praktikum machen!“ darauf hin, die in der anschließenden Reflexionsstunde von den Schülern geäußert wurden. Die Erfahrungen lassen sich etwas so beschreiben:

Vom Leiter des Hauses, Herrn Diakon Keil, und Frau Friedrich – sie ist unter anderem für die Organisation von Freizeitaktionen der Senioren zuständig – wurden wir freundlich empfangen. Nach einer interessanten Hausführung wurden wir zum Frühstück eingeladen. Doch dieses Frühstück sollte anders verlaufen als gedacht und normalerweise üblich… Frau Friedrich legte uns schwere Manschetten an die Ellenbogengelenke, forderte uns auf Gummihandschuhe anzuziehen und unsere Augen mit einem Tuch zu verbinden. „So, und nun dürft ihr mal eure Semmel schmieren!“, meinte sie zu uns. Schnell wurde uns klar, was der Sinn der Übung war: Wir sollten uns in alte Menschen hineinversetzen, denen die Gelenke schmerzen, das Augenlicht trüb wird und die Feinmotorik in den Fingern nachlässt.

Nach dieser interessanten und aufschlussreichen Aktion kam die nächste Herausforderung. „Sitz-Tanz“ war nun angesagt und wir holten die Bewohner, die daran teilnehmen wollten, im Rollstuhl aus ihren Zimmern oder begleiten sie zum Raum.

Als wir alle im Kreis versammelt waren, ging es los mit der Musik. Es wurde hin und her geschunkelt, Arme auf und nieder bewegt, ein „Schneeflocken-Tanz“ gemacht und zum Abschluss gerasselt auf altbekannte Kinderlieder und Schlager.

Die Bewohner haben sich sehr gefreut, von so viel Jugend unterstützt worden zu sein.

Gegen Ende unseres Vormittags durften wir in Gruppen mit Bewohnern näher ins Gespräch kommen. Anhand eines Fragebogens kamen wir leicht ins Plaudern. Es war sehr rührend zu hören, warum die Bewohner im Heim sind, welche Schicksalsschläge sie erlebt haben, aber auch spannend etwas über ihre Hobbies und ihre Jugendzeit zu erfahren. Gerne hätten wir uns noch länger unterhalten…
Insgesamt war die Begegnung mit den Senioren wirklich sehr schön. Es wurde uns allen deutlich, wie wichtig die Arbeit der Diakonie ist und vor allem, wie schön es sein kann, jemandem zu helfen und wenn es nur durch ein wenig Zeit für ein Gespräch ist.